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> Phillip Lahm und die Meinungsfreiheit
tomskisave
  Geschrieben am: Sonntag, 08.November 2009, 03:50 Uhr
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So: Phillip Lahm hat öffentlich Kritik geäußert. Er hat niemanden beleidigt, er hat Argumente vorgebracht, er hat diese Argumente nicht mit der Vereinsführung abgesprochen. Was spricht eigentlich gegen einen öffentlichen Diskurs bei solch wichtigen strategischen Themen? Gar nichts. Ich kann das Gerede von den sogenannten: Das klären wir intern-Indianern nicht mehr hören. Letzlich werden intern die Machtkarten besser ausgespielt von denjenigen, die die Macht haben. Wird etwas öffentlich entsteht unter Umständen (manchmal sogar aufgrund berechtigter Argumente) Druck von unten. Deswegen waren private Kopierer in der DDR verboten. Man sollte es doch den Vorbildern Sportler auch von politischer Seite hoch anrechnen, wenn sie öffentlich ihre Meinung sagen. Warum hört man eigentlich von dieser Seite keine Einwände, wenn Vereine Spielern die öffentliche Meinungsäußerung untersagen?
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Manuel
  Geschrieben am: Sonntag, 08.November 2009, 09:50 Uhr
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Ich sehe das genauso wie du, zumal Lahm ja auch absolut richtig liegt.
Es ist dich völliger Quatsch, einen Trainer zu verpflichten, der sein Leben lang im 4-3-3 System spielen lässt, wenn vorher Aktuere verpflichtet werden, die deutlich besser in das 4-4-2 passen.
Einen Spieler nur zu holen, weil er gut ist, reicht eben nicht.

Und bei allem Respekt für die Bayern-Bosse, das hätten Menschen mit der Erfahrung von Uli Hoeneß eigentlich auch wissen können.
Fakt ist: Wenn jedes Jahr deutlich mehr investiert wird als bei der Konkurrenz und dann doch nur oberes Mittelmaß herausspringt, wurden auch im Management Fehler gemacht.
Und das hat Phillip Lahm noch einmal klar herausgestellt, was den Bossen natürlich nicht recht sein kann.
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dread
  Geschrieben am: Sonntag, 08.November 2009, 11:38 Uhr
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Absolut richtig. Ich denke, gerade in dieser Diskussion zeigt sich der stetige Rueckschritt der Bayern ganz besonders eindeutig: frueher wurden Spieler mit kritischen und vernuenftigen Ideen auf positive Art und Weise eingebunden, heutzutage werden sie (ob der Unsicherheit, die in der Chefetage herrscht) oeffentlich abgewatscht. Lange geht das wohl nicht mehr gut.
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ladybird
  Geschrieben am: Sonntag, 08.November 2009, 12:20 Uhr
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Ja richtig,warum geht Lahm diesen direkten Weg? Für mich war er immer der integre, kluge und geduldige Teamer. es kann nur heissen: ich gehe an die Öffentlichkeit, um sie als letzte Gegenwehr einzusetzen.
Sehr undemokratisch was da läuft, auch nicht interessant, wie er abgestraft wird., schlimm, dass ihm gedroht wird.




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Johannes
  Geschrieben am: Freitag, 20.November 2009, 15:46 Uhr
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Die Medien sind doch in gewisser Weise selbst daran schuld, dass die boykottiert und kontrolliert werden sollen. Zum einen haben sie sich inzwischen über die Autorisierungspraxis völlig den Interviewten ausgeliefert. Im Fußball ist das ja noch besonders schlimm, weil hier die Autorisierung von den jeweiligen Pressestellen und nicht von den Spielern selbst wahrgenommen wird. Zum anderen sind es doch auch die Medien, die sofort jede Äußerung, die Kritisches enthält, skandalisieren. Wenn infolge eines kritischen Interviews der ganz Boulevard vom "FC Hollywood" schreibt, kann ich den Wunsch die Interviews selbst kontrollieren zu wollen schon nachvollziehen. Und in der Politik ist es genau das gleiche und regt mich noch mehr auf. Alle Journalisten und Bürger sind angenervt vom inhaltsleeren Politikerinterview, das sich in Phrasen erschöpft und jegliche interne Auseinandersetzung abstreitet. Gibt es aber tatsächlich einmal Auseinandersetzungen wird das sofort als Streit und Chaos diskreditiert. Das ist besonders dämlich, weil der - auch parteiinternen - Auseinanderetzung in der Demokratie eine wichtige Funktion zukommt.


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Craig
  Geschrieben am: Dienstag, 24.November 2009, 22:48 Uhr
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Natürlich kann man das Thema von zwei Seiten beleuchten. Aus Vereins- und aus Mediensicht. Dennoch bleibt etwas dabei auf der Strecke: Authenzität von Spielern, die in erster Linie mündige Personen sein sollten, aber von ihren Vereinen so getrimmt werden, dass sie lieber ruhig bleiben.

Der Vergleich zwischen einer Firma und einem Verein hinkt ebenso, da die Medien eine viel größere Rolle im Sport als in der Wirtschaft spielen.


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